Carp Island (Region Babelthuap / Carp)

Eine kleine Perle im Pazifischen Ozean mit Einschränkungen beim Komfort. So würde ich Carp Island ( original Name Ngercheubeschreiben. Die Insel ist wunderschön und man kann hier richtig die Seele baumeln lassen.
 
Der Tag beginnt mit einem recht übersichtlichem Frühstück und dann geht es auch schon zum Tauchen. Super tolle Tauchplätze werde da angefahren und oft fragt man sich, ob das überhaupt wahr sein kann. Der Blick von Bord auf den Meeresboden am German Channel ist schon einmalig und wer bei der Anfahrt zum Tauchplatz den Sailfish springen sieht ist von diesem Platz gefangen. Die Deko Pause am Traumstrand rundet die Tauchgänge ab und man freut sich schon auf den nächsten Tauchtag.
 
Am Nachmittag wirft man(n) die Angel in den Kanal vor der Insel und mit Glück hat man auch mal eine schöne Makrele am Haken, perfekt. Auch wenn das nicht funktionieren sollte ist das kleine Bier zum Sonnenuntergang, welches man auf dem Steg sitzend geniesst, der schönste Tagesabschluss den man sich vorstellen kann.
Einzig uns alleine der durchdringende Schlag gegen die alten Pressluftflasche , der zum Abendessen lädt, stört da etwas aber man hat ja Hunger.

Gegessen wird wird an einem großen Tisch und mit "vielen" japanischen Gästen. Viel ist natürlich relativ, da es auf Carp nur 10 Bungalows und ein paar Zimmer zu mieten gibt.

Die Zimmer sind wirklich nur für Leute ohne Anspruch mit Gemeinschaftsduschen und wenigen Toiletten für alle. Nicht unser Ding.
 
Wer Glück hat kann am Abend noch bei wolkenlosen Himmel die Sterne bewundern, die zum greifen nah erscheinen und von den letzten Tauchgängen träumen bevor er tot ins Bett fällt.
 
 
So haben uns die Tage auf Carp Island immer am besten gefallen.

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Preise:


  • 1 Nacht im Bungalow ohne Verpflegung 95 US$
  • Transfer 20 US$ pro Person ( Koror / Carp )
  • Bier 2 US$
  • Softdrink 1 US$
  • großes Wasser 3,50 US$
  • Kaffee / Tee frei
  • 2 Tauchgänge 115 US$
  • Ausflug zur Insel Peleliu 60 US$
  • Cocktail's gab es nicht 🙂

 

Kommunikation:


Kein Handy, kein Internet

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Anreise:


Es geht nur mit dem Boot ab Koror. Die Fahrt durch die Rock Islands macht bei schönem Wetter viel Spaß und der Anblick zieht einen in den Bann.

Leider gibt es feste Transferzeiten, die bedingt durch die Internationalen Flugzeiten, zu einem Aufenthalt auf der Hauptinsel Koror führen. Bei guter Planung lässt sich eine Übernachtung auf der Hin bzw. Rückreise einsparen aber ohne geht es glaube ich nicht. Doch, ein privater Transfer wird angeboten aber die Kosten sind nicht ohne.

Meine Reisezeiten:


  • April 2004
  • März 2005

Das Wetter:


Bei beiden Reisen zeigten sich die gleichen Bedingungen. Es war meist sonnig gab aber auch einmal einen Schauer. Das Wasser war ruhig und fast ohne Wellen und somit perfekt zum Tauchen. Das ist es, was man hier möchte.

Zimmer:


Viel kann man hier nicht sagen. Die Ausstattung ist einfach und eine Klimaanlage gibt es nicht. Alles ist funktionell aber die Richtung ist klar. Taucher sind nicht sehr anspruchsvoll doch die Schlafräume wollten wir dann doch nicht buchen.

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Küche / Restaurant:


Einfache Verpflegung  mit starken japanischem Einfluss. Es gab viel Fisch und auch der eigene Fang wurde ohne zu murren zubereitet.

Personal:


Die Angestellten sind sehr freundlich und es geht freundschaftlich zu. Wir hatten einen sehr guten Kontakt zu den Bootsmännern und Tauchlehrer. Es wurde viel gelacht und die Angel konnten wir auch immer auswerfen.

Aktivitäten:


Tauchen, tauchen, tauchen und auch mal angeln. Kleine Exkursionen über die Insel oder einen Ausflug zur Nachbarinsel Peleliu können unternommen werden. Wenn möglich sollte man den Besuch des Quallensees mit der Rückfahrt kombinieren.

Tipps:


  • Ein kleiner Einkauf in Koror kann die Reisekasse schon entlasten.
  • Ausflug zur Nachbarinsel Peleliu
  • Besuch des "Quallensees" auf der Rückfahrt
  • Kerzen, Taschenlampe und Feuerzeug gehören ins Gepäck
  • Taucherausrüstung vorab gut überprüfen, hier gibt es keinen Ersatz ( auch kein Finimeter wie wir feststellen mussten, ohne geht aber auch )
  • Sonnenschutz nicht vergessen
  • Angeln im Kanal vor der Insel

Meine schönsten Erlebnisse waren der Sonnenuntergang, den man vom Steg aus beobachten kann und der Sternenhimmel in der Nacht. Für mich hätte eine Hängematte auf dem Steg gereicht.

Weiter ist die Fahrt durch den German Channel immer ein Erlebnis und der Blick bis auf den Meeresgrund läd zum Tauchen nur so ein.

Klartext:


Die Richtung ist vorgegeben. Es geht um tolle Tauchgänge und wer Luxus sucht ist hier völlig fehl am Platz. Die Zimmer und das Essen sind einfach aber auch der Rest der Anlage ist eher etwas für Individualisten. Bei den Gästen handelt es sich fast ausschliesslich um Japaner und so ist auch die Ausrichtung des Management.

So schön wie der Strand und die Tauchgänge auch sind, gibt es doch Einschränkungen. Baden oder Schnorcheln ist auf Carp nicht möglich, hierzu muss man aufs Boot. Und auch die Tauchgänge haben es zum Teil in Sich. Starke Strömungen treten auf und an der Blue Corner werden zum Teil Riffhaken genutzt um dem Treiben der Haie zusehen zu können. Steht man in der Brandung ein ganz schönes hin und her und zum Teil recht unbequem.

In den Jahren 2004 und 2005 waren wir oft die einzigen Taucher an den Tauchplätzen oder haben nur wenig andere Boot gesehen. Das kann an der perfekten Lage von Carp direkt an den Tauchplätzen liegen und der Vergangenheit angehören. Weiter sollten man sich an dem Anblick von leuchtenden Menschen in Gummiringen gewöhnen, die an einer Schnur am Riff entlang gezogen werden. Viele Gäste aus Taiwan ( aber auch Taucher aus Japan ?!?! ) können nicht schwimmen und die leuchtenden Schwimmwesten sind auch in weiter Entfernung noch zu sehen.

Im Blick sollte jeder, in welchem Fall auch immer, die Kosten haben. Carp ist nicht günstig !

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