Nambwa Capesite (Region Caprivi Streifen)

 

 

Die Lage der Nambwa Capesite ist einmalig. Direkt im Kwando Game Park und mit Blick auf Fluß war es ein Höhepunkt meiner Reise durch den Caprivi Streifen. Das der Bereich nicht von Zäunen umgeben ist macht den Aufenthalt noch einmal wesentlich interessanter. Mir hat es so gut gefallen, dass ich auf meiner Rückreise noch zwei weitere Nächte hier verbracht habe.
Um zum Camp zu gelangen biegt man von der B3 ( aus Westen kommend ) kurz vor Kongola rechts in den Kwando National Park ein. Die Anreise erfolgt durch den Park selbst und mit Glück gibt es schon hier die ersten tollen Begegnungen mit Bienenfresser, Giraffen oder den seltenen Lechwe Antilopen. Empfehlen kann ich den kleinen Umweg über den River Loop zu nehmen, da sich hier von Zeit zu Zeit Wildhunde aufhalten.

 

Besuchen sollte man den Park jedoch nur mit einem 4x4 Geländewagen da es einige Tiefsand Passagen oder, wie während meines Aufenthaltes in der Regenzeit, einige schöne tiefe Matschlöcher gibt. Es war nicht besonders schwierig die Lodge zu erreichen aber mit dem verkehrten Fahrzeug schafft man es nicht.

Am Ziel angekommen war ich beeindruckt von den 4 schönen Stellplätzen, welche direkt an die Nambwa Lodge angrenzen. Jede Capsite hat ein kleines Holzdeck ( 3x4 Meter ) , von dem aus man über den Fluß auf die andere Uferseite schauen kann. Hier lässt es sich aushalten und zu meiner Reisezeit im November führte der Fluss Wasser und in der Luft wimmelte es von Bienenfresser.

Mein Paradies

Als kleines Extra gibt im Bereich der Duschen sogar noch eine 220 V Stromversorgung und das 24 Stunden am Tag. Herz was willst Du mehr.


 

Preise:


Übernachtung ( Nov 2020 )

  • Camping 250 N$

 

Unterstützung bei einer Fahrzeugpanne mitten im National Park 500 N$

Kommunikation:


Ich habe es nicht ausprobiert jedoch konnte ich die Lodge im Notfall per Mobilfunk erreichen.

Anreise:


Die Fahrt ab Divundu bis kurz vor Kongola ist interessant zieht sich jedoch sehr. Die 200 Kilometer lange Strecke führt fast kerzengerade durch den Caprivi Streifen und wären da nicht die kleinen Häuser mit ihren freundlich winkenden Bewohnern, könnte man fast einschlafen. Eventuell lag es aber auch nur an meinem alten Landrover, der mich nicht schneller als 100 km/h hat fahren lassen.

Ist man jedoch am Eingang zum Kwando National Park angekommen wird es gleich aufregend. Bienenfressen, Antilopen und Giraffen kreuzten meinen Weg und das ein oder andere Wasserloch musste umfahren werden. So hatte ich es mir vorgestellt.

Meine Reisezeiten:


  • Dezember 2020

Das Wetter:


Dezember 2020

  • 30°C mit leichter Bewölkung. Gegen Abend gab es schon mal einen heftigen Schauer.

Zimmer:


Camping:

  • Ein sauberer Stellplatz mit eigenem Grill und Wasseranschluss. Jeder Platz verfügt über ein kleine Holzdeck mit schönem Blick auf den Fluß.
    Es gibt ein gemeinschaftliches Waschhaus mit 4 Duschen und einer 220 Volt Stromversorgung. Alles war sehr sauber !Da die Duschen und Toiletten nur durch Bastmatten voneinander abgetrennt sind, könnte schon der ein oder andere Blick die Privatsphäre stören. Mich hat es nicht gekümmert aber es ist sicher gut zu wissen.

 

 

Küche / Restaurant:


Da aufgrund der Corona Pandemie die Lodge selbst kaum gebucht war bestand das Angebot hier ein Dinner zu buchen. Leider habe ich dies zu spät erfahren aber die Gäste mit denen ich gesprochen hatte waren alle sehr begeistert. Ein nicht ganz günstiges Vergnügen aber wohl jeden Euro wert.

Personal:


Der gute Geist der Campsite ist freundlich und kümmert sich um die sauberen Stellplätze sowie Duschen und Toiletten. Die Mülleimer müssen jedoch auch regelmäßig vom Personal geleert werden, da diese Aufgabe sonst umgehend von den Meerkatzen erledigt wird.  

Aktivitäten:


  • Die Nähe zum Fluß genießen
  • Fahrten durch den National Park.

Kwando Core National Park:


Das 1280 km² große Gebiet des Kwando Core National Park bietet einen schönen Blick auf den Kwando River und seine Überflutungsgebiete. Es beherbergt viel Antilopen Arten wie Impala, Wasserbock, Letschwe ,Kudus aber auch Elefanten, Flusspferde und Krokodile. Weiter gibt es Wildhunde und Leoparden. Löwen soll es laut Campwärter nicht geben aber die Spuren im Sand sprechen eine andere Sprache.

Paviane und Meerkatzen sind ebenfalls zu finden oder besser gesagt, sie finden Dich und Deinen Abfall schnell und zuverlässig. Passt bitte vor den Meerkatzen im Camp auf, diese sind schneller in Deinem Auto als Dir lieb ist.
Auch Warzenschweine und Hyänen kommen bis zum Stellplatz stellen jedoch keine Gefahr dar.

Im Park gibt es eine überschaubare Anzahl an Wegen und man findet sich relativ schnell zurecht. Als Orientierungspunkt dient im Notfall immer der Kwango River und dann findet sich der Rückweg relativ schnell. Die Pisten im Park sind gut befahrbar jedoch gibt es ( in der Gegend des Horse Shoe ) recht tiefsandige Passagen und ohne Allrad kommt man schnell an seine Grenzen. In der Regenzeit sammelt sich das Wasser zudem oft in kleinen Wasserlöchern, die man besser umfahren sollte. Man weis ja nie, wie tief diese sind.

Der Park wird hauptsächlich in den trockenen Monaten von großen Elefantenherden besucht und die kleinen Herden, die ich im Dezember angetroffen habe, waren etwas nervös. Ich rate etwas hier etwas mehr Abstand zu halten !

Der interessanteste Teil des Kwando National Park befindet sich an den Flussufern. Hier tummeln sich viele Bienenfresser und man kommt sehr dicht an diese heran, weiter ist das bekannte Horse Shoe gut für die Sichtungen von Elefanten in den Nachmittagsstunden. Nicht besonders ergiebig war der Tagesausflug in den westlichen Teil des Park.

Eintrittspreis 50 N$ inklusive einer Straßenkarte. ( schlechte Kopie ).

 

 

Tipps:


  • Campsite 1 ist mein Favorit und Nummer 4 liegt leider direkt am Zaun zur Lodge.
  • Achtung vor den Affen im Camp. Diese sind so schnell im Auto, das gibt es garnicht.
  • Mit etwas Ausdauer lassen sich auch Malachite Kingfisher am Ufer des Kwando finden.
  • Wildhunde sind am Horse Shoe und River Loop zu bewundern.

Sicherheit:


Die Anlage ist nicht eingezäunt und Hyänen schauen schon einmal am Grill vorbei. Es gilt jedoch mehr seine Sachen vor den cleveren Affen zu sichern.
Auch wenn man sie nicht sieht, die Krokodile befinden sich im Fluß. In der Nacht reflektieren die Augen das Licht der Taschenlampe eindrucksvoll. Geht nicht zu dicht ans Ufer.

Klartext:


Die Stellplätze sind oft monatelang im Voraus ausgebucht und man muss ich rechtzeitig um freie Plätze kümmern. Glück, wer dann noch Stellplatz 1 -3 zugewiesen bekommt.

Die Waschräume sind recht offen und hellhörig. Die Privatsphäre ist hier nicht zu 100% gegeben.