Dolomite Camp (westlich Etosha)


Das Dolomite Camp im westlichen Teil des Etosha Nation Park steht unter der staatlichen Verwaltung des NWR ( Namibia Wildlife Resorts ) und zählt zu meinen Highlights im Park. Das Resort liegt wunderschön auf einem kleinen Hügel und bietet eine spektakuläre Aussicht auf die weitläufige Savanne des Parks. Das lokale Wasserloch wurde während meines Aufenthalts im März 2020 von vielen Zebras, Springböcken und Gnus besucht. Ein hier ansässiges Löwenrudel konnte ich leider nur hören.

Die an den Hang gebauten Bungalows bieten einen kleinen Balkon bzw. eine Terrassen ( Deluxe Chalet ), auf der es sich vorzüglich entspannen lässt. Wer früh am Morgen bei einer Tasse Kaffee den Sonnenaufgang bewundern darf, startet gleich doppelt gut in den Tag und die Runde im Pool zum Sonnenuntergang, rundet den perfekten Urlaub ab.

Im Dolomite Camp kann einfach keine Hektik aufkommen und wer es sich leisten kann, sollte mehr als eine Übernachtung buchen. Entschuldigung, es gab doch etwas Panik während meines Aufenthalts. Eines Abends ( wie immer verabschiedete sich die Sonne grandios am Horizont ) entstanden plötzlich große Staubwolken unweit der Lodge. Am Anfang war nicht richtig ersichtlich warum sich diese bildeten, bis die Sicht auf die Szene klarer wurde. Hunderte von Zebras, Gnus und auch einige Giraffen flohen vor Panik in Richtung Süden. Atemberaubende Bilder und laufende Giraffen beeindrucken mich immer wieder.
                 
 

Preise:


Es gibt zwei unterschiedlichen Kategorien, welche gebucht werden können

  • Bush Chalets circa 2020 N$ pro Person und Nacht ( 2250 N$ als Einzelzimmer )
  • Deluxe Chalets für 2290 N$ ( 2500 N$ bei Belegung mit einer Person )

Kommunikation:


Internetzugang per WLAN ist nur im Bereichen der Rezeption möglich ( kostenfrei ).

Anreise:


Vom westlich gelegene Eingangstor ( Galton Gate ) liegt das Dolomite Camp circa 50 km entfernt. Bei der Anreise sollte man etwas mehr Zeit einplanen, da sich entlang der Strecke  einige schöne Wasserlöcher befinden ( Renostervlei, Rateldraf und Klippen sind meine Empfehlung ). 

Bitte bei der Anreise beachten, dass die Schotterpiste über Aasvoelbad und Luiperdskop gesperrt ist. Dies war im Februar 2018 und auch im März 2020 so ( Von einem Freund habe gehört, dass die Strecke befahrbar ist 😉 )

Meine Reisezeiten:


  • März 2020

Das Wetter:


März 2020

  • Die Landschaft war sehr bewachsen, dass Gras teilweise einen Meter hoch und die Blumen blühten in einem kräftigen Gelb. Eine leichte Wolkendecke spendete etwas Schatten und die Temperaturen lagen bei > 30°C. Es gab große Pfützen neben den Wasserlöchern was auf kräftigen Regen vor meinem Besuch schließen lässt.

Zimmer:


  • Tolle Bungalows mit wunderschönem Blick. Ein großes Doppelbett, der kleine Balkon, ein Wasserkocher, Kühlschrank und Dusche runden die Sache ab. Ein eigenes Sonnendeck mit kleinem Pool stehen bei Buchung des Deluxe Chalets exklusive zur Verfügung und setzten dem Ganzen die Krone auf.

Küche / Restaurant:


Das Frühstück ist inklusive und recht einfach, es entspricht dem Standard der NWR Camps.

Ein Dinner kann gegen Aufpreis gebucht werden und hat mit guter Qualität überrascht. Das "Game" Fleisch ( Kudu, Zebra ...) war sehr lecker und beim Nachtisch isst sogar das Auge mit. Eine Empfehlung meinerseits.

Personal:


Ausgesprochen freundlich. Keine mürrischen Angestellten, wie man es sonst aus staatlichen Anlagen kennt.

Aktivitäten:


  • Der Blick vom Zimmer bzw. vom Pool aus ist entspannend und nimmt viel zeit in Anspruch. Wer Lust hat, kann diesen durch Fahrten im Park unterbrechen. Die Wasserlöcher in der Umgebung sind interessant und mit Glück gibt es Löwen, Elefanten und Nashörner zu bewundern. Mir gefällt der westliche Teil des Parks sehr und die wenigen Besucher sind einer der Gründe.

Klartext:


Es ist nicht alles Sonnenschein im Dolomite Camp.

WLAN gibt es nur im Bereich der Rezeption, was aber gut zu verkraften ist. Ungünstig fand ich den Zeitpunkt , an dem das Abendessen serviert wurde. Dieser lag zur besten Sonnenuntergangszeit und so kam immer etwas Streß auf. Drink und Stimmung genießen oder doch zum Abendbrot gehen ? Auf Nachfrage wurde das Essen etwas später serviert.

Suboptimal empfand ich auch die Lage des Restaurant selbst. Von der kompletten Anlage aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Landschaft. Warum  man beim Frühstück bzw. Abendessen in einem dunklen Zelt ohne Ausblick sitzen muss, ist unverständlich und wirklich sehr schade. Da geht viel, viel mehr.

Die Anlage ist sehr weitläufig und nicht für Personen mit Handicap geeignet. Unser Bungalow 14 lag am äussersten Ende der Lodge und der Weg zum Restaurant oder Pool dauerte schon 15 - 20 Minuten.

Auch die Strecke vom Parkplatz zur Lodge beträgt ein gutes Stück und wird per Golfcar bewältigt. Bei Ankunft erfolgt die Abholung vom Parkplatz automatisch und wenn nicht, weisst ein Zettel auf die Benutzung der Hupe hin. Bei uns hat es gut funktioniert. ( Es gibt keine Stromanschlüssen im Bereich der Parkplätze. Wichtig für Fahrzeuge mit Kühlschrank )

Das Golfcar ist praktisch und ohne bekommt man sein Gepäck nicht aufs Zimmer, dafür ist der Weg einfach zu weit. Leider ist das Auto recht laut und fährt bei jedem Transfers an den Bungalows vorbei. Das Auto ist somit Fluch und Segen zu gleich.

Ein Wort noch zu den Zimmer. Die Einrichtung ist gut es wurde auch fleissig renoviert, jedoch zeigen die extremen Wetterbedingungen wie starke Sonneneinstrahlung und heftige Windböen das kein Material diesen gewachsen ist. Mich hat es nicht gestört jedoch gibt es einige negative Bewertungen im Internet.