Namutoni Camp (östlich Etosha)


Das Namutoni Camp befindet sich im östlichen Teil des Etosha National Park und ist in gut 45 Minuten vom Lindequist erreichbar. Geprägt wird das Camp von einem 1902 deutsche Schutztruppen erbauten Fort, welches jedoch leider immer weiter verfällt. Bei meinem ersten Besuch im Jahr 2014 gab es in der Festung noch ein paar kleine Läden und es war schön hier einen kurzen Stopp einzulegen um die Atmosphäre genießen zu können. In meinem Kopf kreisten Gedanken, was man aus diesem Platz schönes machen könnte wenn Geld keine Rolle spielen würde. Aber leider hat sich kein Investor gefunden aber ich habe noch Hoffnung. Die Lage des Camps im Park selbst ist sehr gut. Früh am Morgen besteht die Möglichkeit Löwen in der Nähe des Wasserloch " Klein Namutoni " zu bewundern und die angrenzende Fischer Pan wird häufig von Geparden besucht. Auch Sichtungen von Nashörner gibt es in dieser Gegend häufig und Elefanten halten sich regelmäßig in Richtung Mushara auf. Für mich einer der besten Spots im Park.
Den Tagsabschluss verbringt man am besten auf dem Wachturm der Anlage und genießt von hier den atemberaubenden Sonnenuntergang.
     
                 
 

Preise:


Es gibt drei unterschiedlichen Möglichkeiten im Camp zu übernachten

  • Bush Chalets circa 2080 N$ pro Person und Nacht ( 2260 N$ als Einzelzimmer )
  • Doppelzimmer für 18000 N$ ( 2000 N$ bei Belegung mit einer Person )
  • Camp Site 420 N$

Kommunikation:


Es muss ein Gutschein erworben werden um Zugang ins Internet zu erhalten.

Anreise:


Vom östlichen Eingang des Etosha National Park ( Lindequist-Tor ) ist Namutoni über eine gut ausgebaute und asphaltierte Straße in 45 Minuten erreichbar. Die Strecke erscheint schon fast als langweilig jedoch sollte man sich an die Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h halten. Mit Glück sieht man schon bei der Anreise Hyänen oder Löwen die Straße überqueren und auf den Asphalt selbst krabbeln manchmal sogar Chamäleons.

 

Meine Reisezeiten:


  • Juli 2016
  • Januar 2018

Das Wetter:


Juli 2018

  • Blauer Himmel und keine Wolke am Himmel. Es wehte teilwiese ein kühler Wind.

Januar 2018

  • Schöne Wolkenfelder und von Zeit zu Zeit starker Regen.

Zimmer:


  • Übernachtet haben wir jeweils in einem der schönen Bush Chalets. Die Zimmer sind riesig und das über eine Treppe zu erreichende Badezimmer ist modern und sauber. Eine Küche fehlt aber leider auch hier. So schön wie die Zimmer auch sind, die Außenanlage bedarf dringen mehr Pflege. Die Weg zu den Bungalows bestehen nur aus kaputten Betonplatten und eine richtige Straße zur Anfahrt such man vergeblich. Wie schade, es könnte so schön sein.

Küche / Restaurant:


Das Frühstück ist inklusive und recht einfach, es entspricht dem Standard der NWR Camps. Da es keine Alternative gib, kommt man um diese Verpflegung nicht herum.

Selbes gilt für das Abendbrot und hier vermisst man die Küchenzeile auf dem Zimmer umso mehr. Glück, wenn man mit dem eigenen Camper unterwegs ist.

Personal:


Ich kann die teilweise schlechten Kommentare im Netz nicht bestätigen. OK, die Angestellten an der Tageskasse, welche den Parkeintritt kassieren, sind von Zeit zu Zeit etwas gelangweilt aber hier helfen wie so oft eine kalte Cola und ein paar warme Worte. Die Mitarbeiter an der Tankstelle sind sehr hilfsbereit und unterstützen wo sie können. Ob es die defekte Batterie oder der platte Reifen war, eine Lösung wurde immer gefunden ( DANKE ). Auf Nachfrage wird im Restaurant sogar ein Geburtstagskuchen gebacken und wenn die Angestellten ein Stück abbekommen, ist die Freude doppelt so groß.    

Aktivitäten:


  • Die Fischers Pan ist ein Rundfahrt wert und mit Glück gibt es dort Geparden vor die Kamera. Das "Klein Namutoni" Wasserloch sollte morgens nach Löwen und dem dort ansässigen Leoparden abgesucht werden und wer kein Glück hatte macht sich auf in Richtung Chudop, da klappt es bestimmt.
  • Wer nicht gleich auf Pirschfahrt gehen möchte genießt den Sonnenaufgang vom Fort aus und sollte man diesen verpasst haben, hat man zum Sonnenuntergang noch einmal die Möglichkeit.

Klartext:


Das Camp liegt wirklich schön und das alte Fort ist der Hingucker, doch leider verfällt alles von Jahr zu Jahr mehr.

Die Qualität der Speisen im Restaurant entspricht leider nicht meinem Geschmack doch eine Alternative, leider Fehlanzeige. Ein privater Betreiber im alten Fort wäre ein Traum und ich hoffe, dieser wird sich irgendwann einmal finden.

Am Wasserloch habe ich noch nicht viel Zeit verbracht. Der Sonnenuntergang auf dem Aussichtsturm ist einfach zu schön und tagsüber kamen nie sehr viele Tiere ans Wasserloch.

Eventuell war ich ja auch nur immer zur falschen Zeit dort.