Shametu River Lodge (Region Caprivi Streifen)

 

 

Direkt am Okavango gelegen bietet die Shametu River Lodge den Blick auf die Popa Fälle, welche ich aber nicht als Highlight meiner Reise bezeichnen würde. Anders jedoch die Shametu ( Der Ort an dem die Orangen wachsen ) River Lodge selbst. Der Blick auf den Fluss, die Nähe zu den Wildreservaten Mahango und Buffalo oder die spektakulären Sonnenuntergänge machen einen Aufenthalt hier zum Erlebnis. Die Unterkunft ist sauber, gepflegt und gut erreichbar. Ein 4x4 Fahrzeug ist nicht erforderlich jedoch bei Fahrten in die angrenzenden Naturschutzgebiete ein muss.

Aufgrund der Corona Pandemie im Jahr 2020 habe ich den Besuch eines lokalen Dorfes nicht unternommen. Ich werde die Gastfreundschaft der Bevölkerung bei meinem nächsten Aufenthalt aber sicher auskosten und freue mich schon jetzt auf die Eindrücke.

 


 

Preise:


Übernachtung ( Nov 2020 )

  • Camping 150 N$
  • Tented Chalet 1420 N$ ( p.P )
  • Chalets 1420 N$ (p.P) Special Price zur Corona Zeit 800 N$

 

Sundowner Bootstour 335 N$

Game Drive ab 500 N$

Kommunikation:


WLAN und Mobilfunknetz sind vorhanden jedoch ist die Verfügbarkeit nicht immer gegeben. Starke Regenfälle oder Stromausfälle tragen zu den Ausfällen ihren Teil bei.

Anreise:


Mit dem Auto ab Rundu über die kerzengerade B8 bis Divundu ( circa 200 Kilometer ). Hier rechts auf die C48 und nach gut 6 Kilometern führt ein kleiner Weg links in Richtung Okavango.

Meine Reisezeiten:


  • Dezember 2020

Das Wetter:


Dezember 2020

  • 30°C mit leichter Bewölkung. Gegen Abend kurze Regenschauer. Am Tag vor meiner Anreise tobte ein heftiges Gewitter, welches für überschwemmte Wege und einen Stromausfall sorgte.

Zimmer:


Camping:

  • Ein sauberer Stellplatz mit eigener Dusche / Toilette sowie eigenem Grill und überdachtem Küchen Arbeitsbereich. Strom und Wasseranschluss sind vorhanden.

Chalets:

  • Großer Bungalow direkt am Okavango mit schönem Blick auf den Fluß. Bequemes Doppelbett mit Moskitonetz und Wasserkocher für den morgendlichen Kaffee. Mir fehlte eigentlich nur der Kühlschrank aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

 

 

Küche / Restaurant:


Am Abend können die Gerichte à la Carte ausgewählt werden oder man entscheidet sich für ein drei Gänge Menü. Hier besteht zusätzlich eine Auswahl aus drei angebotenen Hauptspeisen, wobei mir der Fisch sehr gut geschmeckt hat.

Die Preise waren sehr moderat und es hat sich eigentlich nicht gelohnt den eigenen Grill zu befeuern.

Personal:


Bedienung, Guides aber auch die Besitzer sind sehr freundlich und unterstützen wo es geht. Seien es Tipps für die nahegelegenen Wildreservate, Hilfe bei dem defekten Fahrzeug oder der gemütliche Plausch bei Sundowner, mir wurde gerne geholfen und ich fühlte mich sehr gut aufgehoben.  

Aktivitäten:


  • Die Nähe zum Fluß genießen
  • Sundowner River Boat Tour 
  • der Besuch der Reservate Mahango und Buffalo

Mahango National Park:


Das kleine und nur 245 km² Naturschutzgebiet liegt östlich vom Okavango River und ist von der Shametu River Lodge in circa 20 Minuten zu erreichen. Die Anfahrt führt zu Beginn über die asphaltierte C48 bis diese in eine Schotter Straße übergeht. Diese Piste führt im weiteren Verlauf zur Grenzstation Mohembo ( Botswana ).

Der Mahango National Park gliedert sich in die Bereiche rechts und links der Hauptstrasse auf und beide Teile sind nur über eine Straße befahrbar. Das war es mit dem Park 😉

Die Straße auf der Fluss zugewandten Seite ist befestigt und auch ohne 4x4 Fahrzeug gut zu befahren. Es gibt zwei kleine Ausbuchtungen, bei denen man bis an das Überschwemmungsgebiet fahren kann. Zu meiner Reisezeit war das Wasser noch nicht an den Ausbuchtungen angekommen aber der Wasserstand stiegt stetig an. Dieser Teil des Parks bot viele Antilopen, Zebras, Giraffen, Paviane und Warzenschweine. Bei meinem letzten Besuch hatte ich das Glück, eine sehr große Herde von sicher 200 und mehr Elefanten bewundern zu dürfen. Das war beeindruckend.

Durch den andere Teil des Reservats führt ein kleiner und unbefestigter Weg, welcher nach stärkeren Regenfällen nur mit einem 4x4 befahrbar ist. Die Wasserlöcher waren zum Teil so tief, dass der Weg durch den Busch gewählt werden musste. Mit meinem Land Rover Defender war das kein Problem aber am Vortag haben andere Gäste die Fahrt abgebrochen. Jeder muss hier selbst seine Grenzen kennen oder halt kennenlernen.

Der Weg an sich, führt zu einem künstlich angelegtem Wasserloch welches in gut 45 Minuten zu erreichen ist. Von hier führt die Strecke weiter zurück zur Hauptstrasse, jedoch erhält der Besucher an Gate die Anweisung / den Ratschlag am Wasserloch zu wenden und den selben Weg zurückzufahren. Ich bin noch circa 20 Minuten weiter durch den Busch gefahren und empfand die Streck nicht als reizvoll.

Sonst bot dieser Teil des Mahango National Park mehr Abenteuer. Rappenantilopen, Zebras, Marabu, Schildkröten, Büffel und Impalas durfte ich bewundern nur der ansässige Leopard zeigte sich leider nicht.

Alles in Allem hat mir das Reservat gut gefallen aber man darf nicht zu viel verlangen. Die beiden befahrbaren Straßen sind vorgegeben und die Dauer des Aufenthalts ist somit begrenzt. Wer 5 Stunden für den Aufenthalt einplant ist sicher gut beraten, ausser er fährt sich im Matsch fest.

Was mich bei allen Reservaten im Bwabwata National Park gestört hat, waren die Öffnungszeiten von 06:00 - 18:00 Uhr. Durch ein kleines Trinkgeld konnten diese zwar immer um 30 Minuten erweitert werden, was zwar für einen Sonnenaufgang im Park reichte jedoch nie für den traumhaften Sonnenuntergang. Wirklich schade, denn die Farben am Himmel waren immer grandios.

Eintrittspreis 50 N$ inklusive einer Broschüre mit Straßenkarte.

 

 

Buffalo National Park:


Dieser Park ist mit seinen 630 km² schon ein Stück größer als der Mahango National Park und das Wegenetz ist etwas verzweigter. Der Park liegt auf der westlichen Seite des Okavango und die Anfahrt von der Shametu Lodge dauerte circa 35 Minuten. Die Strecken im Park führen teilweise durch dichten Busch und Nah an die Überflutungsgebiete des Flusses. Ein SUV ist dringend erforderlich aber ich rate zu einem 4x4 Fahrzeug. Wer sich früh am Morgen auf Pirschfahrt begibt, sollte die alte Militärstation genauer unter die Lupe nehmen. Hier hatte ich bei jedem Besuch Begegnungen mit Löwen und zu meiner Freude auch eine Löwin mit ihrem Nachwuchs.

Es macht einfach Spaß, die Wege in den Überflutungsgebieten zu fahren und dabei großen Herden von Büffeln zu begegnen und auch die Fahrt durch den dichten Busch ist aufregend, da die Wege nicht immer deutlich zu erkennen sind.

Noch ein kleiner Tipp: Gleich am Anfang des Parks geht es rechts zu alten verfallenen Gebäuden. Hier soll sich ein Leopard aufhalten, der sich aber leider gut versteckt. Ich habe ihn nicht gefunden.

Auch im Buffalo Reservat konnten die Öffnungszeiten durch ein kleines Trinkgeld um 30 Minuten erweitert werden, was jedoch beding durch den weiteren Anfahrtsweg ab der Shametu River Lodge, zu Fahrten in der Dunkelheit führte. Nicht ohne Risiko bei den vielen Tieren auf der Straße und leider tragen die Menschen hier kaum Kleidung mit Reflektoren.

 

Eintrittspreis 50 N$ inklusive einer Broschüre mit Straßenkarte.

Tipps:


  • Bootsfahrt auf dem Okavango
  • Besuch des Buffalo Nationalpark am Morgen ( Sichtung von Löwen sehr wahrscheinlich )
  • Mahango Nationalpark gegen Abend besuchen um den hier ansässigen Leoparden zu finden
  • Sonnenuntergang auf dem Okavango oder in der Lodge genießen

Sicherheit:


Die Anlage wird bewacht und ein Nachtwächter schaut nach dem Rechten. Aber auch ohne diesen hätte ich keine Befürchtungen haben müssen.

Klartext:


Die beiden Reservate ( Mahango und Buffalo ) sind nicht mit dem Etosha oder Krüger Nationalpark vergleichbar. Wer sich jedoch Zeit nimmt, wird mit tollen Tiersichtungen belohnt. Die Öffnungszeiten der Parks habe ich schon angesprochen und ich empfinde diese als sehr unglücklich.