Nxai Pan


Die Nxai Pan ist ein circa 2600 Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet und liegt 130 Kilometer östlich von Maun. Der 1970 gegründete Park besteht aus Nxai Pan sowie der Kudiakam Pan und gehört zum Siedlungsgebiet der San.

Die Anreise zu den beiden Pans erfolgt über eine recht tiefsandige jedoch breite Fahrspur und ein 4x4 Fahrzeug ist absolut notwendig, wobei die Wege nach starken Regenfällen auch mit Allrad kaum befahrbar sind. Vom Gate aus führen zwei Strecken in Richtung Norden um die Nxai Pan bzw. die Kudiakam Pan zu erriechen. Die freundlichen Mitarbeiter des Parks geben bei Parkeintritt eine Empfehlung, welcher Weg der zurzeit einfacher zu befahrende ist. Es ist ratsam sich an diesen Tipp zu halten.

Nach erfolgreich absolvierten 17 Kilometer Tiefsand besteht die Möglichkeit weitere 18 Kilometer gen Norden zur Nxai Pan zu fahren oder den Abzweig in Richtung Osten zur Kudiakam Pan zu wählen. Dieser teilt sich kurze Zeit später noch einmal in zwei Wege, welche beide zur Pan führen. Zu meiner Reisezeit wurde dringen dazu geraten, die 14 Kilometer lange Strecke zu wählen. Der 12 Kilometer lange Weg sei nur schwer befahrbar.

An der Kudiakam Pan angekommen fallen einem sofort die 7 großen Baobab Bäume ( Baines Baobabs, nach dem Maler und Entdecker Thomas Baines benannt) ins Auge und wer möchte, kann hier auf einem der einfachen Campingplätze übernachten. Ich besuchte die Pan im September 2021 und konnte leider keine Tiere in der Gegend beobachte, sonst hätte ich hier eventuell einen Tag verbracht. Gefallen hat mir die große weiße Fläche schon.

Entscheidet man sich an der ersten Kreuzung weiter gen Norden in Richtung Nxai Pan zu fahren, erscheinen nach weiteren 18 Kilometern ein paar Gebäude. Hier befinden sich das kleine Office mit einfachem Shop und eine weitere Anmeldung. Nach Erledigung der letzten Formalitäten sind die noch circa 2 Kilometer entfernten Campingplätze in erreichbarer Nähe.

Die South Camp Campsite ( es gibt hier nur diese ) bietet zwei "Elefanten sichere" Waschhäuser, um welche die Campingplätze angeordnet sind. Da zu meiner Reisezeit die Pan sehr trocken und nur ein Wasserloch funktionstüchtig war, mussten die Elefanten zwangsläufig das Duschwasser der Camper trinken. Wären die Waschhäuser nicht durch Elektrozaun und spitze Eisenstangen gesichert gewesen, würde es sie sicher nicht mehr geben.

 

Nxai Pan


Bei der Nxai Pan handelt es sich um ein 1670 Quadratkilometer große Fläche mit mehreren Wasserlöchern wobei zu meiner Reisezeit ( September 2021 ) nur ein einziges davon in Betrieb war. Sämtliche Tiersichtungen begrenzten sich auf die Umgebung dieser Wasserstelle was nicht unbedingt ein Nachteil war. Elefanten, Giraffen, Impalas, Springböcke, Kudus, Gnus, Zebras und Warzenschweine sind eigentlich immer am Wasserloch zu bewundern aber auch Schakale und Löwen waren keine Seltenheit. Eines Morgens hatte ich sogar das Glück ein Löwenrudel mit 15 Tieren bewundern zu dürfen. Eine wunderschöne Szene und die Tiere kamen nach dem Spielen direkt auf mein Auto zu, einfach

Traumhaft

Aber auch ohne diese Sichtung hat mir das Wasserloch ausgesprochen gut gefallen. Die Sonnenuntergänge boten ein tolles Licht und die Stimmung am Abend war unbeschreiblich schön.

 

Die Umgebung:


Es führt ein kleines Wegenetz durch die Pan wobei der trocken und mit teilweise tiefen Spurrillen versehen Untergrund im September stein hart war. Es machte nicht wirklich viel Spaß sich weit vom gut besuchten Wasserloch zu entfernen aber warum sollte man auch. Tier gab es in der Trockenheit nur dort, dafür aber in großer Anzahl.

 

Leider gibt es keine Übersichtskarte des Parks und nur ein Foto

der gezeichneten Skizze im Office hilft bei der Anreise. Ein weiterer Plan

wurde an die Wand der Anmeldung gemalt aber für die Nxai Pan selbst würde

ich ein GPS Gerät empfehlen. Die Karte war nicht sehr hilfreich und auch die Beschreibung

der Angestellten führte mich nicht zum Wasserloch. Es ist halt ein Unterschied, ob man sich in der Gegend

auskennt oder zum ersten Mal versucht sein Ziel zu finden.

 

 

Kudiakam Pan


Ich habe mich nicht sehr lange auf der Pan aufgehalten, da der Weg zu meinem nächsten Ziel (Elefant Sands) noch reicht weit war

und kann somit nicht viel zu diesem Ort sagen.

Die Anfahrt, über die 14 Kilometer lange Strecke, war jedenfalls nicht sehr schwierig aber aufgrund der doch recht tiefen Spurrillen

nur mit angemessener Geschwindigkeit zu bewältigen. Fotostopps oder gar Roadblocker ( z.B. Elefanten ) haben meinen Zeitplan nicht gefährdet

da einfach keine Tier zu sehen waren. Die Landschaft hat mir jedoch gut gefallen und ich könnte mir vorstellen mal eine Übernachtung auf der Pan

zu buchen.

 

Gut zu wissen


  • Nxai-Pan-Nationalpark und Makgadikgadi-Nationalpark gehören zusammen und können somit mit einem "Tagesticket" besucht werden.
  • Die Bezahlung der Campsite gilt pro Übernachtung, die für den Park jedoch je Tag. Das hat zur Folge, dass bei einer Übernachtung immer 2 Tagesgebühren fällig werden.
  • Eine Übernachtung auf der nördlich gelegenen Khama Khama Pan ist nicht möglich.
  • Lebensmittel und Treibstoff können im Park nicht gekauft werden.
  • Die Bezahlung der Parkgebühr erfolgt nur Bar und in Pula !