Okaukuejo Resort (südlich Etosha)


Das Okaukuejo Resort ist das größte Camp im Etosha National Park und liegt rund 17 Kilometer vom südlichen Eingang des Parks entfernt. Im Camp befindet sich ein kleiner Laden, "Supermarkt", Tankstelle und Restaurant. Wer ein Zimmer gebucht hat kommt in den Genuss des großen und saubern Pools. Für Übernachtungen stehen Campingplätze ( 37 ), Doppelzimmer ( 45 ) , Chalets ( 22 ) und 35 Wasserloch Chalets ( 5 davon Premium ) zur Verfügung. Die Preise variieren je nach Typ von 400 N$ bis zu 4500 N$ und die Premium Chalets am Wasserloch liegen auch wirklich perfekt. Wobei wir auch schon beim Sahnestück des Camps sind. Auf den ersten Blick sieht dieses Wasserloch nicht sehr spektakulär aus, eigentlich sogar recht uninteressant. Die wahre Schönheit entpuppt sich erst zum Sonnenuntergang und dieser alleine ist schon eine Übernachtung im Camp Wert. Die Sonne färbt den Himmel in ein orange/rot und die Giraffen spiegeln sich beim Trinken im Wasser.
 
Traumhaft

 

Preise:


Campingplätze 400 N$

Doppelzimmer 1900 N$

Chalet 2000 N$

Chalet am Wasserloch 2600 N$

Premium Chalet am Wasserloch 4450 N$

 

Kommunikation:


Nur über gekaufte Gutscheine ist der Zugang ins Internet möglich. Umständlich aber im Notfall reicht dies aus.

Anreise:


Die 17 Kilometer lange Anfahrt erfolgt von Süden über die gut ausgebaute Zufahrtsstrasse.

In Richtung Osten erreicht man nach circa 70 Kilometern das Camp Halali und gen Westen sind es 170 Kilometer bis zum Dolomite Camp.

 

Meine Reisezeiten:


  • Januar 2018
  • März 2020
  • November 2020
  • Mai 2021

Das Wetter:


Januar 2018

  • Viele Wolken, leichter Regen und Temperaturen um die 30°C.

 

März 2020

  • Sehr heiß und wenig Wolken. Die vielen Regenfälle im Februar 2020 füllten die Etosha Pfanne mit reichlich Wasser und es gab noch viele Pfützen auf den Straßen.

November 2020

  • Tagsüber heiß und in der Nacht angenehme Temperaturen. Regen gab es nicht

Mai 2021

  • Keine Wolke am Himmel und tagsüber angenehm hohe Temperaturen. Nachts am Wasserloch benötigte man schon eine warme Decke.

Zimmer:


Im Jahr 2018 hatten wir ein Chalet gemietet und es war sauber sowie schön eingerichtet. Was uns fehlte war eine Küche und da es bei den staatlichen Camps ( außer beim Dolomite Resort ) im Bezug auf das Essen noch reichlich Luft nach oben gibt, war dies wirklich ein Nachteil.

Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, mieteten wir bei unserm nächsten Aufenthalt einen Campingplatz. Durch unseren gut Ausgestatteten 4x4 SUV mit Dachzelt hatten wir alles Notwendige dabei und dem Grillabend stand nichts mehr im Weg. Beachten sollte man jedoch, dass die Campingplätze recht nüchtern angelegt sind. Wer es schön haben möchte ist hier fehl am Platz. Traumhaft ist nur die direkte Lage am Wasserloch.

2021 konnten wir die Angebote des NRW nutzen und waren glücklich für eine Nacht den Premium Wasser Bungalow buchen zu können. Ein kleiner Palast mit Sonnendeck und Blick auf das Wasserloch. Traumhaft die Nacht auf der Terrasse zu verbringen und gespannt auf die Aktionen am Wasserloch zu warten. Es Ärger, dass man auch mal schlafen muss. Wer es sich leisten kann sollte eine Übernachtung buchen.

Da der Premium Bungalow leider nur eine Nacht zur Verfügung stand, buchten wir die zweite Nacht einen "Wasser Bungalow". Die Lage ist ähnlich gut und man ist nach wenigen Metern am Wasserloch. Perfekt für die Nacht, wenn die Löwen brüllen. Meine Empfehlung sind hier die Bungalows 1 -6. Als Nachteil sehe ich bei den Wasser Bungalows jedoch die recht begrenzte Zimmergröße und den kleinen Sitzplatz auf der "Terrasse" an. Das sind jedoch Einschränkungen, die man für 1 oder 2 Nächte in Kauf nehmen kann.

 

Küche / Restaurant:


Auch hier zeigt sich die gute und leckere Kuchen Namibias nicht. Wirklich schade aber es gibt nur dieses eine Restaurant und wer Hunger hat, der muss da durch.

Personal:


Es sind alle freundlich jedoch merkt man schon, dass es sich bei diesem Camp und ein "Durchgangspunkt" handelt. Es ist relativ viel Betrieb und ein richtiges Afrika Feeling kommt nicht auf.

Aktivitäten:


  • Für mich ist es der Besuch des Wasserlochs am Abend. Bei meinem Aufenthalt 2020 kreisten sogar Hubschrauber zum Sonnenuntergang über das Camp. Für die Gäste im Helikopter sicher traumhaft, am Boden störte der Lärm jedoch die tolle Stimmung.  
  • Früh am Morgen bieten die Wasserlöcher in der Nähe gute Chancen auf Raubkatzen. Ich bin gerne in Richtung Olifantsbad gefahren. In Richtung Dolomite gab es oft Hyänen oder auch mal einen Honigdachs.

Klartext:


Der hohe Aussichtsturm und der gepflegte Pool beeindrucken beim ersten Besuch schon. Leider hielt dieser Eindruck bei mir nicht lange an und man fühlt sich immer wie auf der Durchreise, was wirklich schade ist. Die Zimmer sind schön doch eine Küche fehlt, da das Essen im Restaurant nicht zu den Höhepunkten einer Namibiareise zählt.

Auch der Campingplatz wirkt lieblos angelegt aber was macht man nicht alles für die 30 Minuten Sonnenuntergang am Abend und wenn die Löwen Nachts ein Kudu reißen oder die Nashörner sich jagen ist  der leiblose Campingplatz eh vergessen.