Region Caprivi Stripe


 

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Der Caprivi Streifen, das andere Gesicht Namibias.

Es handelt sich bei diesem Gebiet um einen circa 500 Kilometer langen und bis zu 100 Kilometer breiten Landstreifen im Nord Osten Namibias. Eingegrenzt zwischen den Ländern Angola und Sambia im Norden, im Westen angrenzend Simbabwe und im Süden Botswana.

Der Caprivi Streifen erhielt seinen Namen durch den deutschen Reichskanzler Leo von Caprivi, welcher die Vertragsverhandlungen des am 01.07.1890 abgeschlossenen Helgoland-Sansibar-Vertrag leitete.
Bei diesem Vertrag wurde dem damaligen Deutsch-Südwest-Afrika der Zugang zum wasserreichen Sambesi Fluss ermöglicht und im Gegenzug fiel Sansibar an England ( Auch die Insel Helgoland war Bestandteil des Vertrags und fiel ebenfalls an Deutschland ).

Mich interessierte bei meiner Reise das

andere Gesicht Namibias

und, ich nehme es einmal vorweg, mir hat es sehr gut gefallen. Die drei großen Flüsse Kawango ( auch Okavango genannt), Kwando und Sambesi bestimmen das Klima in dieser Region und bieten Wasser sowie Sumpfgebieten mit einem hohen Artenreichtum. Hier gibt es Elefanten, Flusspferde, Krokodile und seltene Antilopenarten wie Letschwe und Puku. Mit Glück bekommt man auch Wildhunde, Löwen und Leoparden zu sehen, aber dies ist in diesem Gebiet eher selten. Nashörner hingegen gibt es im Caprivi Streifen keine.

 

Meine Reisevorbereitungen für diese Region begannen mit dem Problem der unterschiedlichen Benamung von Flüssen und Nationalparks sowie der neuen Aufteilung in unterschiedliche Naturschutzgebiete.

Ein paar Beispiele:

  • Der Fluß Okavango wird auch Cubango oder Kavango genannt. Da fällt die unterschiedliche Schreibweise mit Okawango nicht mehr ins Gewicht.
  • Bwabwata National Park. Ehemals Caprivi Nationalpark ist Bestandteil des länderübergreifenden KaZa Naturschutzgebiet, dem größten Schutzgebiet der Welt.

 

Für die bessere Übersicht habe ich mir dann diese exklusive 🙂 Karte gezeichnet

 

und besuchte letzt endlich die Gebiete

Mahango ( Ein mit 245 qkm sehr kleines Gebiet westlich des Okavango Fluß )

Buffalo Park ( Liegt direkt auf der anderen, östlichen Seite des Okavango und ist mit 630 qkm ein Stück größer )

Kwando Core Area ( 1280 qkm großes Gebiet östlich des Kwando Fluß)

Mudumu Nationalpark ( 100 qkm westlich des Kwando )

Nkasa ( früher Mamili mit einer Fläche von 320 qkm )

 

(Mehr zu den einzelnen Gebieten im Bereich der Unterkünfte)

 

Generell unterscheiden sich diese Schutzgebiete sowie der komplette Caprivi Streifen vom Rest Namibias. Es gibt Feuchtgebiet, Flüsse welche immer Wasser führen, Palmen und für Namibia verhältnismäßig viele Menschen. Dies fällt besonders bei der Fahrt über die National Straße B8, welche fast 400km geradeaus führt, auf. Es reihen sich kleine Hütten entlang der B8 aneinander, Menschen tragen Kanister voll Wasser auf Ihren Köpfen, schlachten Tiere im Straßengraben oder verkaufen Lebensmittel und Souvenirs an kleinen Ständen. Zeitweise dachte ich an Costa Rica oder Indonesien.

Was überall in Namibia gleich ist, die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit !