Palau

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Der kleine Inselstaat Palau ist sicher nur unter Tauchern bekannt, aber hier ist er ein absolutes Highlight. Seid Ihr schon immer auf das "BIG BLUE" Erlebnis aus, müsst Ihr Euch mit Palau näher beschäftigen. Wunderschöne Tauchplätze gibt es hier und wer zur richtigen Reisezeit in dieses Inselarchipel im Pazifik, reist wird Erlebnisse mitnehmen die ihres Gleichen suchen.

German Channel, Blue Corner oder mein Lieblingslatz "Turtle Cave" sind einige der besten Tauchplätze der Welt und wenn man über Palau liest, dass es sich hier um eine Platz unter den TOP 10 handelt, kann man das glauben ( Was bei anderen Tauchzielen oft nicht richtig oder doch sehr übertrieben ist ).

Mantas, Haie oder zum Teil auch Segelfische ( Sailfisch ) gibt es mit Glück vor die Taucherbrille, wobei wir Haie sehr oft gesehen haben. Doch auch die schöne Korallenwand des Big Drop off ist mehrere Tauchgänge wert und wer möchte kann diese sogar auch bei Nacht bewundern, einfach nur schön.

( Ab Januar 2020 gilt ein Verbot von Sonnencreme zum Schutz der Riffe. Zuwiderhandlungen werden mit 900 € bestraft )

Die Regierung von Palau ist sich mittlerweile dieses Reichtums bewusst geworden und Schlagzeilen über das Abschlachten von Haien gehören der Vergangenheit an. Der Präsident Palau's hat im Jahr 2015 sogar den Entwurf eines totalen Fisch-Fangverbot im Parlament eingebracht und wir warten mal ab was da passiert. Es macht Hoffnung für den Erhalt dieser einzigartigen Unterwasserwelt.

Auch an der Wasseroberfläche gibt es Sehenswertes. Die Insel Welt der Rock Islands mit seinem starken Farbkontrast vom grün/blauen Wasser und den schwarzen Felsen hat mich dabei am meisten beeindruck.

Wer sich für die Vergangenheit dieser Region interessiert sollte auch etwas Zeit auf Peleliu verbringen, obwohl sich hier die düstere Seite der Geschichte zeigt. Die Schlacht um Peleliu im Jahr 1944, bei der sich Amerikaner und Japaner bis zum Tod bekämpften, hat viele Spuren hinterlassen und Bunker sowie Panzer erinnern noch heute an dieses schreckliche Kapitel der Geschichte. Kein Platz für Urlaubsfreuden denn es ging ganz schön unter die Haut aber ich bin heute noch bewegt.

Wer schöne Strände sucht ist bei Palau nicht an der besten Adresse gelandet. Auf der Hauptinsel ( Babelthuab ) kenne ich nur den künstlich angelegten Strand des Palau Pacific Resort ( überall liebevoll PPR genannt ), der den Gästen des Hotels vorbehalten bleibt. Wir hatten Glück und konnten, auf Grund der Buchung des Carolines Hotel, den Strand nutzen. Ob das heute noch so ist kann ich nicht beurteilen. Traumhafte Strände sind sonst nur mit dem Boot ( zum Beispiel bei der Deko Pause ) erreichbar und befinden sich zwischen den Rock Islands.

Wir haben es möglichst vermieden viel Zeit auf Babelthuab zu verbringen und der An / Abreisetag war eigentlich immer schon ein Tag zu viel. Unser Platz in Palau lag direkt an den Tauchplätzen und heisst Carp Island. Einfach, natürlich und genau unser Ding !

Ehrlich gesagt ist Carp Island für uns Palau. Das kann falsch sein doch wir haben uns dabei sehr wohl gefühlt.

Australien

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Die Reise nach "Australien" hatte sich eigentlich nur ergeben, weil die Dame im Online-Reisebüro sehr nett alle meine Fragen beantwortete. Ja, so einfach geht das machmal. Ich muss Australien hier auch in doppelte Anführungszeichen setzten, da unsere Reiseziele Christmas Island und Cocos Keeling zwar zu Australien gehören, aber irgendwie doch weit entfernt von diesem Kontinent liegen. Unsere Anreise führte jedoch über Perth und das ist doch das "richtige" Australien.

Um die Entfernung hier noch etwas genauer zu definieren:

Perth - Cocos Keeling 2750 Kilometer

Cocos Keeling - Christmas Island 980 Kilometer

Christmas Island - Perth 2613 Kilometer

Die Planung für diese doch recht ungewöhnliche Reise begann mit einem Bericht über die jährliche Krabbenwanderung auf Christmas Island. Leider lag dieses Naturschauspiel nicht in unserer Reisezeit ( Nov / Dez sind die richtigen Monate ) aber ich wurde neugierig auf die Insel. Schöne Tauchgebiete und doch recht abenteuerliche Bedingungen hörten sich interessant an und die recht findige Dame im Reisebüro festigte meine Idee. Das Ziel stand somit fest nur die Anreise war noch zu klären. Die Flugverbindungen an diesen doch recht weit entfernten Ort waren sehr übersichtlich. Entweder ging es über Jakarta oder Perth zum Ziel. Zu meiner Verwunderung war der Flugpreis über Perth nicht wesentlich höher und die Fluggesellschaft hörte sich vertrauenswürdiger an. Weiter ergab sich so die Möglichkeit unsere Reiseroute um die Cocos Keeling Inseln zu ergänzen. Alles hörte sich gut an und "Cocos Insel" stand in meinem Kopf für weiße Strände sowie klares Wasser; von den starken Winden hatte ich da noch nichts gehört.

Jetzt mussten nur noch die günstigsten Flugtage ausgewählt werden und die Reiseroute stand fest. Es ging von Deutschland über Dubai nach Perth, weiter zu Christmas Island und Cocos Keeling. Zurück nach Perth, dann Dubai und wieder nach Deutschland. Was für ein Ritt aber sicher sehr interessant. Zu unserer Freude spendierte Emirates noch einen kostenlosen Stopp in Dubai und übernahm zusätzlich auch noch die Hotelkosten für eine Unterkunft in der Mittelklasse. Keine Top Adresse aber *** Sterne sind besser als nichts, gebucht.

Was uns auf dieser Reise alles erwarten sollte, erahnten wir noch nicht. Doch es waren fast nur positive Erlebnisse. Wir trafen Menschen, die uns sehr sehr freundlich begrüßten, schnorchelten alleine mit Delfine und tauchten in sehr klarem Wasser bei optimalen Bedingungen. Da war der unfreundliche Zöllner in Perth wirklich nur ein ganz kleiner Makel und im Nachhinein nicht mehr der Rede wert.